Spätestens bei der Abstimmung über den Kulturlastenausgleich im Kanton Schwyz haben Kulturschaffende erkannt, dass es ihnen an einer gemeinsamen Stimme fehlt. Das soll sich ändern.

Kurz nach der in den Augen von Kulturschaffenden verlorenen Abstimmung über den Kulturlastenausgleich hat sich ein Aktionskomitee gebildet, das die Kunstschaffenden im ganzen Kanton besser vernetzen will. Am Samstag haben sich die Mitglieder dieses Komitees beim ersten Ausserschwyzer Kulturtisch den interessierten Besuchern vorgestellt. Gleichzeitig wollten sie von den Kulturschaffenden und -engagierten erfahren, wie deren Befinden in kultureller Hinsicht ist und wie diese die Herausforderungen im Kanton Schwyz sehen.

Im Gegensatz zur Landwirtschaft hat Kultur keine Lobby 

Jonathan Prelicz, Erhard Sigrist und Mathias Bachmann – der Höfner Sebastian Rauchenstein war nicht anwesend – erklärten, wie es zu dieser Idee kam und machten auch eine Auslegeordnung der Situation im Schwyzer Kulturbereich. Im Moment sei es so, dass jeder sein eigenes Gärtlein bewirtschafte. Für Kultur gäbe es zu wenig Verständnis, und es fehle sowohl an Räumen für deren Präsentation als auch für deren Erstellung. Auch im Bereich der Musik gäbe es im ganzen Kanton keine einheitlichen Standards und Ausbildungsmöglichkeiten.

Kurz: Es fehle ein Kulturgesetz. In der Folge hatten die Anwesenden Gelegenheit, ihre Meinungen zum Thema Kultur und ihre Wertschätzung einzubringen. Das Aktionskomitee will die zahlreichen Vorschläge analysieren und dann ein Strategiepapier erarbeiten, damit auch die Kultur in zukünftigen politischen Diskussionen einen starken Vertreter hat.

Eine gleiche Veranstaltung fandkürzlich in Seewen statt, eine weitere gibt es am 24. August um 19 Uhr im KULT-TURM – einer Zwischennutzung auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen.

von Hans Ueli Kühni
Hoefner Volksblatt, 04.06.2018 – 05

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