Vernagelt

Vernagelt, 2026
Assemblage – kollaborative Intervention

Das Aktionskomitee Schwyz Kultur (AKSK) lud mit Vernagelt dazu ein, gemeinsam mit Fund- und Restmaterialien die Kunstkabinen zu verschliessen. Die partizipative Intervention verbindet künstlerisches Handeln, Publikumsbeteiligung und ein kulturpolitisches Statement. Durch die kollaborative Aktion wird der Verlust von Kunsträumen und öffentlichen Treffpunkten sichtbar gemacht.

Die Verwendung alltäglicher und gebrauchter Materialien verweist auf Strategien der Assemblage und der Arte Povera, in denen „arme“ Materialien zu künstlerischem Ausdruck transformiert werden. Die Installation evoziert die prekäre Ästhetik des Raums und hinterfragt gesellschaftliche Vorstellungen von Wert, Besitz und Aneignung.

Die Kunstgeschichte kennt zahlreiche Zerstörungen, bewusst oder unbeabsichtigt, vom Bildersturm der Reformation über mutwillig beschädigte Gemälde bis zu zerstörten Installationen im öffentlichen Raum. Auch Vernagelt, realisiert für die Kunstkabinen am Bahnhof Brunnen, wurde inzwischen zerstört und zeigt, dass Werke im öffentlichen Raum Vergänglichkeit, Publikumsreaktionen und gesellschaftlichen Einflüssen unterliegen.